Wohnmobil kaufen. Wie finde ich das perfekte Wohnmobil. Teil 4!

Rückblick

Die Reihe neigt sich zum Ende hin. Heute ist Teil 4 dran. Bevor wir einsteigen, wollte ich mit euch gemeinsam Revue passieren lassen. Im Teil 1 haben wir die grundsätzliche Voraussetzung bzw. die grundsätzlichen Anforderungen an das zukünftige Wohnmobil erarbeitet. Dort habe ich die Punkte erläutert, die oft bei der Planung viel zu kurz kommen. Im Teil 2 habe ich versucht einige wirklich wichtige Aspekte, aus der technischen Sicht, nahe zu bringen. Also die Unterschiede zwischen winterfest und wintertauglich, die verschiedenen Isolationsformen haben wir besprochen und die magische 3.5t Grenze angerissen.  Ob es ein Gebrauchtfahrzeug oder sogar ein Neues werden soll, haben wir im Teil 3 ausführlich behandelt. Außerdem, welche Bauformen infrage kommen und welche die Vor-/ Nachteile die jeweiligen Bauformen mitbringen.

Erst einmal ein Gefühl bekommen.

IMG_2298Hat man nun sein perfektes Wohnmobil ausgearbeitet, kommt man an den Punkt, an dem man sich entscheiden muss. Um eine ernsthafte Kaufverhandlung erfolgreich zu meistern, solltet ihr vorher üben. Schaut euch im Internet nach gebrauchten Fahrzeugen um und klappert alle in eurer Umgebung ab. Einfach mal anrufen und vorbei fahren. Auch wenn die Fahrzeuge nicht in euer Beuteschema passen, schaut sie an und macht euch ein Bild über den Zustand. Das ist sehr hilfreich um ein Gefühl für gute oder schlechte Zustände zu bekommen. Traut euch und steigt auch bei den uninteressanten Fahrzeugen in die Kaufverhandlung ein und versucht ein Gefühl zu bekommen, wie weit man Handeln kann. Ein Unerfahrener sollte schon versuchen 4-5 Fahrzeuge zu besichtigen. Wenn du jedoch schon ein wenig Erfahrung sammeln konntest, z.B. beim Autokauf und es dir zutraust, kannst du auf 2-3 Fahrzeuge reduzieren. Macht auch mal eine Probefahrt, um (ihr ahnt es) ein Gefühl für die Straße und das Fahrverhalten zu bekommen. Bei Neufahrzeugen kommen zur Preisverhandlung auch noch die Verkäufer dazu. Analysiert diese und versucht sie einzuschätzen. Geht auch einfachmal zu einem Kollegen und schaut, was er dazu sagt.

Neufahrzeug

Wer vorbereitet ist spart bares Geld. Deshalb solltet ihr mehrere Autohäuser abfahren und euch schriftliche Angebote erstellen lassen. Diese könnt ihr dann gegen die Autohäuser ausspielen und obendrein vermittelt ihr dem Verkäufer, dass ihr gut vorbereitet seid. Informiert euch auch über die Autohäuser und lest einige Rezensionen über diese. Viele Autohäuser neigen dazu einen wirklich tollen Verkauf zu haben und einen miserablen Kundenservice. Wie ich schon in einem der letzten Beiträge erwähnt hatte, ist ein Wohnmobil pures Handwerk. Ich garantiere euch Auslieferungsmängel. Im Großen und Ganzen auch kein Problem; wenn es mit dem Service passt. Ich lese immer wieder Berichte darüber, dass Kunden monatelang dem Kundenservice hinterher rennen und das teilweise erfolglos. Deshalb solltet ihr euch nicht auf den Verkäufer verlassen, dieser will nämlich nach dem Kauf nichts mehr von euch wissen.

Lasst euch nicht lumpen und prüft die Preise genau. Oft werden Vorführfahrzeuge mit einem angeblichen günstigen Basispreis verkauft. Leider sind an diesen Fahrzeugen viele Zubehörteile verbaut, die den vorerst günstigen Preis stark beeinträchtigen und oft nicht im Angebot erläutert sind. Das hat natürlich den Vorteil für die Verkäufer, dass eine Kaufverhandlung eher zustande kommt als bei Listenfahrzeugen und eine Preisprüfung für diese Teile in der Verhandlung eher schwierig ist. Daher lasst euch ein Angebot erstellen und fragt bei der nächsten Werkstatt, was denn dieses Zubehör inkl. Einbau kosten würde. Es könnte schon mal vorkommen, dass Verkäufer ungerne Angebote heraus geben. Sollte das der Fall sein, könnt ihr euch schon denken, dass etwas nicht stimmt. Schriftliche Angebote haben auch eine Gültigkeit. Namentliche Angebote sind in der Regel 14 Tage gültig und während dieser Zeit habt ihr einen Anspruch auf den angebotenen Preis.

Gebrauchtfahrzeug
Komunikation

reifen_alterBeim Besichtigen von interessanten Fahrzeugen solltet ihr darauf achten, eure Euphorie zu zügeln. Ihr solltet dem Verkäufer ein gesundes Interessensgefühl geben um später in der Preisverhandlung ein wenig Spielraum zu haben. Sollte der Verkäufer merken, dass ihr das Fahrzeug geistig schon gekauft habt, wird er nicht klein beigeben und ihr zahlt drauf. Prüft das Fahrzeug genau und redet mit dem Verkäufer währenddessen. Besonders bei Privatverkäufern gelangt ihr so an wertvolle Informationen. Meistens versuchen diese das Auto als nahezu perfekt anzubieten, aber nach einigem Fragen und Hinterfragen kommen kleine Mängel ans Tageslicht.

Meine typischen Fragen:
  • Warum wird das Fahrzeug verkauft?
  • Welche Stärken hat das Fahrzeug?
  • Welche Schwächen hat das Fahrzeug?
  • Ob Reparaturen, Umbauten oder Einbauten selber durchgeführt wurden
  • Ob Änderungen durch eine Firma durchgeführt wurden.
  • Nachweis für diese Änderungen? Rechnungen? Ansprechpartner?

Wie ihr seht versuche ich mit gezielten Fragen ältere oder auch noch aktuelle Mängel aufzuspüren. Wenn der Verkäufer bei den Schwächen nicht schon anfängt zu plaudern, wird er es spätestens bei den Reparaturen tun und zwar um den Verdacht nicht aufkommen zu lassen, dass das Fahrzeug ungepflegt ist.

Die Außenprüfung

Beginnt außen und arbeitet euch einmal ums Auto. Dabei solltet ihr nicht nur auf die Schönheitsfehler achten, sondern auch aufs Technische. Es sollten die Spaltmaße von Türen, Fenstern und Deckeln passen. Solltet ihr hier Unregelmäßigkeiten feststellen hinterfragt ob etwa eine Unfallinstandsetzung durchgeführt wurde. Dabei gehen wir nach Augenmaß und prüfen andere baugleiche Stellen. Schaut auch nach auffällig neuen Silikonfugen, neuen Verkleidungen und überprüft unbedingt das Dach. Dieses leidet oftmals am meisten. Beim Parken unter Bäumen können Äste das Dach beschädigen und eine hochpreisige Instandsetzung mit sich bringen. Auch die Sockel von fest installierten Zubehörteilen sollten überprüft werden, z.B. die Satellitenschüssel oder die Solarpaneele, die bei schlechten Montagen anfangen auszureißen.

reifen_euroDie Reifen sollten keine sichtbaren Beschädigung aufweisen und genug Profiltiefe haben. Der ADAC empfiehlt bei 4mm diese zu erneuen, weil ab dieser Profiltiefe der Reifen bei nasser Fahrbahn stark nachlässt. Die Profiltiefe könnt ihr ganz einfach mit einem Eurostück prüfen. Der Messingrand ist ca. 3mm und sollte im Profil verschwinden. Auch sollten die Reifen nicht älter als 8 Jahre sein. Selbst bei wenig Nutzung verliert der Reifen mit den Jahren an Elastizität und wird hart, dadurch kann der Kontakt zur Fahrbahn nicht mehr 100% aufgebaut werden und der Reifen rutscht. Auf der Flanke des Reifens ist DOT eingepresst. Nach diesem DOT steht eine 4 Stellige Zahl und zwar das Produktionsdatum. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche und die beiden letzten für das Jahr. Bei Reifen vor 2000 gab es auch noch die Kombination aus 3 Zahlen und einem Dreieck.

Während der Reifenprüfung solltet ihr in die Bremse leuchten. Die Bremsbeläge sollte nicht kleiner sein als der Belagträger selber und die äußere Wulst der Bremsscheibe nicht zu extrem ausfallen (geschätzt nicht mehr als 2mm).

Motorraumprüfung

Kommen wir zum Motorraum. Ich beginne immer mit der Suche nach einem „Ölzettel“. Nach einem Service wird ein „Ölzettel“ angebracht auf dem der letzte Ölwechsel, die Ölsorte und das Datum notiert ist. Das Wichtigste ist dabei der Firmenstempel der Firma. Bei zweifelhaften Aussagen vom Verkäufer könnt ihr dort ruhig anrufen und fragen, ob und welche Arbeiten die letzte Zeit durchgeführt wurden. Prüft auch, ob sich genug Kühlwasser im Behälter befindet sowie ausreichend Bremsenflüssigkeit. ACHTUNG: Sollte die Bremsenflüssigkeit im Bereich Minimum sein, könnte das auch ein Zeichen von verschlissenen Bremsen sein. Die Rippenriemen sollten nicht beschädigt oder rissig sein. Bei älteren Modellen könnte auch ein Keilriemen noch vorhanden sein und der muss nach Herstellerangaben gewechselt werden. Sollte der Keilriemen reißen, ist ein Motorschaden vorprogrammiert. Da ich nicht alle Herstellerangaben im Kopf habe, ein Richtwert von mir. Alle 5 Jahre oder 100tkm. Des weiteren solltet ihr nach offensichtlichen Undichtigkeiten Ausschau halten. Auch ein Blick unter das Fahrzeug könnte von Nutzen sein. Häufig werden die Motorräume vor dem Verkauf gereinigt, um Ölverschmutzungen zu beseitigen, daher sollten wir den Motor von unten kontrollieren. Im Fahrerhaus schaut ihr nach dem Allgemeinzustand und riskiert einen Blick ins Wartungsheft. Es sollten alle Wartungen durchgeführt und dokumentiert sein.

Wohnraumprüfung

1.1Der Wohnbereich darf nicht muffig riechen und keine Wasserschäden aufweisen. Hebt dafür auch die Matratzen hoch, da sich hier durch Kondenswasser oftmals Schimmel bildet. Die Funktion der Einrichtungen sollte überprüft werden, ob z.B. die Wasserhähne funktionieren, Schränke öffnen und schließen, Fenster öffnen und schließen und die Sitzpolster in Ordnung sind. Überprüft auch in der Nasszelle, ob die Einrichtung evtl. durch das Spritzwasser aufgequollen ist. Der Zustand der Duschwanne und des Bodens sollte begutachtet werden, da eine Reparatur sehr aufwendig ist. Die Bordbatterie sollte äußerlich nicht beschädigt sein  und darf nicht ausgedehnt sein. Bei Überladung oder auch schlechter Ladung kann es vorkommen,  dass Batterien sich ausdehnen und das könnte ein Indiz auf ein defektes Ladegerät sein. Sollte eine o,riginale Batterie noch eingebaut sein könnt ihr davon ausgehen, dass diese genau so alt ist wie das Fahrzeug selber. Bei Tauschbatterien ist oftmals ein Herstellungsdatum aufgepresst. Auch hier Pi mal Daumen ab einem alter von 5 Jahren ist der tot nicht weit.

Die Kaufverhandlung

Jetzt kommen wir zum spannendsten Teil und zugleich dem Wichtigsten. Wie schon erwähnt, solltet ihr Ruhe bewahren und nicht dem Verkäufer den Verkaufsabschluss schon durch eure Euphorie bestätigen. Auch ein sicheres Auftreten ist wichtig. Wir wollen versuchen, den Verkäufer mit unserer lockeren Art und Weise aus seinem Konzept zu bringen und dadurch für uns Profit rauszuschlagen. Es braucht euch nicht unangenehm sein, freche Angebote zu machen. Im Endeffekt ist die Kaufverhandlung ein Spiel und wir wollen unbedingt gewinnen. Vergesst nicht, der Verkäufer will nur euer Geld und ihr solltet es verhindern.

Neufahrzeug

Beim Neufahrzeug ist unsere Strategie, dem Verkäufer das Gefühl zu geben, dass wir wissen worüber wir sprechen und das wir sehr gut vorbereitet sind. Lasst den Verkäufer ruhig rechnen und wild Ausdrucken. Schaut euch das Angebot an und widersprecht ihm mit euren vorher erstellen Angeboten. Macht es ihm nicht so leicht. Seit kein Durchlaufgeschäft, der darf sich ruhig die Zähne ausbeißen. Am besten gelingt euch das mit eurem Partner. Nicht die klassische guter Cop, schlechter Cop Rolle sondern jeder von euch findet eine Sache gut – der andere total schlecht und am besten im Wechsel. Dadurch gewinnen wir Zeit, in der wir versuchen immer bessere Angebote heraus zu kitzeln. Nicht nur der Verkaufspreis ist wichtig, sondern auch das Zubehör. Versucht den Verkäufer euch entgegenkommen zu lassen. Vielleicht mit kostenlosem Einbau oder einem extra Goodie. Ein paar Beispiele für Goodies:

  • Zwei kostenlose Dichtheitsüberprüfungen.
  • Kostenlose Wartungen.
  • 0% Finanzierungen.
  • Bring-Service
  • Kostenlose Teppiche.
  • Zusätzliche Steckdosen.

Am Ende der Verhandlung sollte der Gesamtpreis attraktiv sein und nicht nur der Basispreis des Fahrzeuges. Die Händler verdienen mehr an den Umbauten als an den Fahrzeugen, daher sind diese darauf aus, euch Zubehör zu verkaufen. Meistens bekommt ihr das teure Zubehör im Internet wesentlich günstiger, welches dann in der Werkstatt meines Vertrauens eingebaut werden kann. Oftmals sind die vom Werk vorgesehenen Lösungen auch nicht die besten. An den Navigationsgeräten können wir z.B. keine zusätzlichen POI’s integrieren und die Kartenupdates sind wahnsinnig teuer. Da bietet die Konkurrenz (Zenec, Alpine, Panasonic) wesentlich besser Geräte, die wir anschließend auch noch personalisieren können und das zum günstigeren Preis.

Gebrauchtfahrzeuge

Ja, das Fahrzeug ist gut aber…! Beim Gebrauchtfahrzeug sind wir daran interessiert Mängel zu finden, die den Preis stark drücken. Genau diese haben wir auf der Checkliste notiert und können jetzt mit ruhigem Gewissen vorgetragen werden. Den Aufwand für die Reparaturen ein wenig zu Dramatisieren bringt den Verkäufer zum Nachdenken. Bei Gebrauchten versuchen wir den Verkäufer so umzustimmen,  dass er zum Schluss den Eindruck hat er würde Schrott verkaufen. Dabei ist es wichtig es nicht provozierend zu machen, sondern mit Gefühl. Das Gefühl habt ihr ja schon durch das Vorüben und eurer Lebenserfahrung. Zuckerbrot und Peitsche.!.

Bei Autos gehe ich eigentlich mit der Promis ran, mindesten 20% vom Preis drücken zu können. Beim Wohnmobil habe ich die Erfahrung gemacht, dass der schlechte Markt lange Standzeiten verursacht und dadurch ein größeres Potenzial entsteht. Heute noch stehen Fahrzeuge auf den Webbörsen, die ich vor einem Jahr beobachtet habe und die sollen schließlich auch verkauft werden. Wenn mal ein Fahrzeug aus der Liste verschwindet bedeutet das nicht, dass es verkauft wurde. Oftmals nehmen die Verkäufer die Fahrzeuge raus, da sie nicht akzeptieren wollen, dass der gewünschte Preis zu hoch ist.  Ich drucke mir immer Anzeigen vergleichbarer Fahrzeuge aus und nehme diese mit zur Kaufverhandlung. Mein Eura-Mobil stand auf Mobile.de für 51t€ zum Verkauf, schon auf den ersten Blick war dieser Preis absurd. Schlussendlich haben wir das Fahrzeug für 39t€ gekauft und das war immer noch kein Schnäppchen. Auf Mobile.de gab es 5 fast baugleiche Fahrzeuge und bis auf meins ungefähr im Bereich von 35t€. Klar, der eine Neuer als der andere und der eine mehr oder weniger gut ausgestattet. Im Endeffekt haben wir bei 39t€ zugeschlagen, weil unserer aus der Baureihe 2012 ist und schon einen Euro5 Motor hat. Diese neigen nicht zum bekannten Problem der Motorschäden von Ford. Außerdem wurde das Fahrzeug von einem Händler verkauft. Schon beim ersten Gespräch mit dem Verkäufer habe ich ihm nachweislich hinterlegen können, dass seine Preisvorstellung völlig an den Haaren herbei gezogen ist und zum Zweiten habe ich nochmals 1000€ gedrückt.

Jetzt kommt alles zusammen. Unsere Marktanalyse und das Finden von Mängeln helfen uns erfolgreich aus der Kaufverhandlung zu gehen. Beim Kampf um den Preis wagt und macht große Sprünge, damit auch der Verkäufer die Möglichkeit hat euch entgegenzukommen und ihr noch genug Puffer für ein weiteres Angebot habt. Das Geld was ihr hier spart werdet ihr noch benötigen um Ausrüstung zu kaufen.

Der letzte Part + Checkliste

Nach langer Überlegung möchte ich den letzten Part und die Checkliste exklusiv für meine Abonnenten anbieten. Im Letzten Part geht es um den Kaufvertrag, um den Aftersale Service und die miesen Tricks der Verkäufer. Ein ganz großes Thema wird die Gewährleistung sein. Ich werde euch erklären, wann und wie ihr Ansprüche erheben dürft und was die Händler nicht dürfen. Wusstet ihr, dass auch eine Privatperson Gewährleistung geben muss? Mehr dazu, nur als Abonnent! Die Checkliste wird als PDF an die Abonnenten verschickt. In dieser sind alle wichtigen Punkte aufgeführt, damit ihr erfolgreich in die Kaufverhandlung gehen könnt. Also viel Lesestoff mit Mehrwert, den ihr nicht verpassen solltet. Dafür einfach meinen Blog abonnieren und erfolgreich ein Wohnmobil kaufen. Selbstverständlich kostenlos!

Wohnmobil kaufen. Wie finde ich das perfekte Wohnmobil. Teil 3

Wohnmobil kaufen. Wie finde ich das perfekte Wohnmobil. Teil 3

Im letzten Beitrag haben wir einige technische Details besprochen. Zum einen, was der Unterschied zwischen winterfest und wintertauglicht ist, zum anderen wie sich die zulässige Zuladung auf die Größe auswirkt. Mein Fazit wäre, dass mein Wohnmobil die 6m Marke nicht übertreten sollte um eine angemessene Zuladung zu gewährleisten und das ein wintertaugliches Fahrzeug für meinen Anspruch nicht ausreicht. Hast du schon das Vorwort zu dieser Reihe gelesen?

Vorauswahl

Die passende Überschrift zu finden ist nicht leicht. Im Prinzip soll es um die Markteinschätzung gehen und in wiefern wir uns ein passendes Fahrzeug aussuchen können. Der Markt ist gewaltig, ohne eine gewisse Planung und eine systematische Herangehensweise wird der Kauf ein Drama. Wir sollten eine Sache nicht vergessen, ein Wohnmobil ist kein Auto. Kein liebloser Gegenstand sondern ein Stück Persönlichkeit. Man geht nicht Campen, sondern man lebt das Campen. Im Neudeutschen: Lifestyle. Um auch glücklich mit dem neuem Lifestyle zu werden muss der Background einfach passen und es ist wie mit allem, es müssen gewisse Abstriche gemacht werden. Nur sollten diese Abstriche im erträglichen Bereich sein.

Wie schon in den anderen Beiträgen nehmen wir mich als potenziellen Käufer und versuchen ein passendes System zu finden. Nochmal als Erinnerung:

  • Unter 6m Länge, um ein gewisse Zuladung zu gewährleisten.
  • Unter 3.5t, damit im Notfall auch meine Frau fahren könnte.
  • Sommerurlaube im Süden, Winterurlaub und Städtereisen als Ziele.
  • Winterfestigkeit vorausgesetzt.
  • 4 feste Schlafplätze.
Neu oder gebraucht?

Das ist wohl die schwierigste Frage. Ich neige auch eher dazu nach neuen Dingen zu suchen. Als Technikverliebter Bursche locken die neuen Fahrzeuge mit vielen Extras wie z.B. unzählige USB-Ports, um Handys usw. direkt zu laden. Touchscreens, Navigationsgeräte und Freisprecheinrichtung. Unfassbar viele Knöpfe und Schalter, die die Welt vereinfachen. Nix destotrotz ist es schlussendlich eine Geldfrage. Ein Fahrzeug von einem namenhaften Hersteller fängt in der Grundausstattung bei guten 50t€ an. Wie ich finde auch teilweise gerechtfertigt. Wir reden hier von einem Handwerksprodukt und nicht von einem Industrieprodukt. Am Fahrzeugaufbau wird alles handgefertigt und schlussendlich eingebaut. Unzählige Stunden Handarbeit stecken in einem Wohnmobil, die auch geschätzt werden sollte. Schöner Gedanke, solange auch die Geldbörse mitspielt. Das Gute an einem Neufahrzeug ist jedoch die Möglichkeit, es zu Individualisieren und auch die zweijährige Gewährleistung/ Garantie ist nicht zu verachten.

Beim gebrauchten Fahrzeugen müssen wir diese grundsätzlich nehmen, wie sie auch angeboten werden. Das heißt erst einmal nichts. Der Gebrauchtwagenmarkt ist recht groß, dementsprechend sehe ich keine Probleme für jeden von euch ein Passendes zu finden. Elektronisches Spielzeug ist teilweise mit einfachen Mittel nachzurüsten und oftmals besser als die vom Herstellen gebotenen Lösungen. Auch bei einem gebrauchten Fahrzeug besteht die Möglichkeit eine Gewährleistung zu erhalten. Wenn man bei Händlern kauft, sind diese vom Gesetzgeber verpflichtet eine Gebrauchtwagengewährleistung von 24 Monaten zu erbringen. Die Gebrauchtwagengewährleistung darf schriftlich auf 12 Monate herabgesetzt werden. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Prinzipiell würde ich zu einem Gebrauchten greifen. Auch wenn der Wertverlust nicht so hoch ist wie bei PKWs, kann man hier bares Geld sparen, dass wir am Ende auch noch für Ausrüstung benötigen werden.

Grundriss und Aufbautyp

Auch ich habe erst einmal geschaut, welches mich optisch am meisten anspricht. Mir hätte am besten ein Teilintegrierter gefallen, nur musste ich schnell feststellen, dass meine Anforderungen nicht befriedigt werden können. Daher poche ich auch immer wieder darauf sich wirklich Gedanken zu machen, bevor man losgeht. Aber lass uns die gängigsten Typen gemeinsam besprechen und unser perfektes Wohnmobil finden.

Teilintegriert

Beim Teilintegrierten sprechen wir über ein Fahrzeug, dass grundsätzlich ein Fahrerhaus vom Fahrzeughersteller besitzt. Der Aufbau ist aus der bekannten GFK/ Alu/ Schaumkombi und etwas höher und breiter als die handelsüblichen Transporter. Das Fahrerhaus besitzt keine Rückwand und ist mit dem Wohnbereich verbunden. Oftmals werden die Sitze des Fahrerhauses in das Living Konzept eingebunden. Indem man die Sitze aus dem Fahrerhaus um 180 Grad dreht, entsteht eine kleine Essecke und man spart sich eine weitere Sitzbank. Außerdem sind die Teilintegrierten nicht so hoch, was dem Fahrkomfort zugute kommt. Um auch in diesem Segment eine vier Betten Option zu bieten, gibt es sogenannte Hubbetten. Dieses befinden sich meisten über dem Essbereich und könen von der Decke mechanisch oder elektrisch heruntergefahren werden. Tagsüber ruht das Bett über unseren Köpfen und zur Schlafenszeit wird es bequem herabgelassen. Nachteil bei diesem Konzept ist die eingeschränkte Benutzbarkeit der Essecke beim herabgelassenem Bett. Bei unserer 6m Einschränkung ist mir aufgefallen, dass dass Hubbett die Tür versperrt und man muss drüber oder drunter durchklettern um hinaus zu kommen. Grundsätzlich wäre eine 4 Personen Unterbringung durch das Hub-Bett und dem quer eingebauten Stockbett möglich. Je nach Hersteller sind Teilintegrierte auch DIN winterfest ausgestattet. Als Schwachstelle bzw. Kältebrücke sehe ich das Fahrerhaus, dieses bestehet aus Blech und ist relativ schwach isoliert.

Für mich sind die Abstriche besonders im Bereich feste Betten einfach zu groß. Wenn ich mal länger schlafen möchte kommt keiner mehr raus. Das ist nicht das perfekte Wohnmobil für mich.

Integrierte

Integrierte zählen zu den Flaggschiffen. Der gesamte Aufbau besteht aus einer GFK/ Alu/ Schaumkombi und lediglich das Fahrgestell ist vom Fahrzeughersteller. Dieses Konzept bringt den großen Vorteil mit sich, dass ein einheitliches Bild aufkommt und die Wohnmobilhersteller die hohe Bauqualität auch im Fahrerhaus miteinbringen. Das jedoch spiegelt sich auch am Preis wieder. Integrierte sind meistens so aufgebaut, dass über den Fahrer-/ Beifahrersitzen ein Hub-Bett abgesenkt werden kann und ist in der Regel überdurchschnittlich groß. Ein weiteres schönes Detail ist, dass das Bett an der Frontscheibe positioniert ist und man morgens einen wunderbaren Ausblick hat. Diese Schlafposition wird auch liebevoll als im Aquarium Schlafen beschimpft. Auch hier schränkt uns das Hub-Bett jedoch ein. Fahren mit abgelassenem Bett ist unmöglich da sich unter diesem der Fahrersitz befindet und auch ein gemeinsames Frühstück ist somit nicht zu bewerkstelligen. Aber auch hier sehe ich eine grundsätzliche Unterbringung von 4 Personen als kein Problem an. Die Winterfestigkeit wird hier besonders gelobt, da das gesamte Fahrzeug aus  der GFK/ Alu/ Schaumkombi besteht, lediglich die riesige Frontscheibe könnte eine größere Kältebrücke darstellen.

Die Preise für Integrierte sind enorm. Das gibt die Portokasse leider nicht mehr her. Aber es könnte das perfekte Wohnmobil sein.

Camper

Der Camper passt zwar nicht zu meiner Suche, sollte jedoch auch erwähnt werden. Unter dem Begriff „Camper“ verstehe ich einen umgebauten Kastenwagen mit und ohne Erhöhungsaufbau. Das tolle an dieser Bauform ist die geringe Länge und Breite. Je nach Ausführung wird ein längseingebautes Bett im hinteren Bereich oder ein eins unter dem Erhöhungsaufbau angeboten. Ich glaube nicht das es einen fertigen Camper mit vier Schlafplätzen gibt und wenn dann wird’s wirklich eng. Auch die Winterfestigkeit ist nicht die Stärke eines Campers, da das gesamte Fahrzeug aus Blech besteht, das ganz leicht isoliert wurde. Für zwei Personen, die sich wirklich auf Städtetrips konzentrieren wollen ist der Camper jedoch perfekt.

Mein perfektes Wohnmobil wird es leider nicht. Wenn ich kein Kind hätte würde ich es mir jedoch überlegen.

Alkoven

Wenn wir von Wohnmobilen sprechen haben wir eigentlich immer eine Silhouette im Kopf. Die vom Alkoven. Der Alkoven gilt als das klassische Wohnmobil und ist wohl die bekannteste und weitverbreitetste Bauform. Und wie ich finde nicht unbegründet. Wenn wir denn schon ein vollwertiges Fahrerhaus besitzen, sollten wir auch dieses ungenutzte Länge nutzen. Das Fahrzeug wird etwas höher gebaut und der Aufbau einfach über den nicht genutzten Bereich über dem Fahrerhaus verlängert. Dadurch ergibt sich das klassische Elefanten Zäpfchen und eine wunderbare Liegefläche. Die Essecke muss nicht umgebaut werden und wir haben 4 feste Schlafplätze. Optisch ist ein Alkoven nicht mehr auf der Länge der Zeit aber sehr praktisch. Ein großer Nachteil ist jedoch der Spritverbrauch. Dieser liegt mit einen guten Liter, höher als bei der Konkurrenz. Im Bereich der Winterfestigkeit sehe ich den Alkoven auch dem Integrierten gegenüber im Vorteil. Bei der entsprechenden Raumaufteilung können wir das Fahrerhaus, dass auch nur aus Blech besteht, komplett abschotten und haben somit alle Kältebrücken beseitigt. Das ist der Vorteil an einer klassischen Raumaufteilung, die noch mit einer festen Essecke und einem separatem Fahrersitz arbeitet. Klar, so schleppe ich ständig eine unbenutzte Sitzbank mit, aber wie schon erwähnt muss man einfach einen Tod sterben. Der 6m-Grenze kommt das ganze zu gute. In Verbindung mit einem quereingebauten Stockbett und dem Alkoven können vier Personen bequem nächtigen und das alles auf 6m.

Ja, das ist das perfekte Wohnmobil für mich! Was hältst du davon?

Fazit

Ja, wie schon mal erwähnt. Es ist gar nicht so einfach ein perfektes Wohnmobil zu finden. Im Endeffekt entscheidet jeder für sich, aber ich möchte, dass ihr euch ein paar Gedanken darüber macht, welchen Tot ihr sterben wollt. Für mich war die Größe, die Winterfestigkeit und die vier festen Schlafplätze ausschlaggebend und ich habe die Entscheidung nicht bereut. Ich letzten Sommerurlaub habe ich fast 100€ Fährenkosten gespart. Das hört sich erst mal nicht viel an, wenn man jedoch bedenkt das eine Übernachtung auf dem Campingplatz gerade mal 20€ gekostet hat, konnten wir 5 Tage länger Urlaub machen. Im Januar waren wir Ski fahren und ich war einer der wenigen bei dem es möglich war Abwasser zu entsorgen. Wir konnten ruhigen Gewissens duschen und nach 3 Tagen einfach das Wasser ablassen. Toll. Die Nachbarn hatten einen kleinen Eimer unter ihren Wohnmobilen und mussten das Wasser auffangen um ein Gefrieren des Abwassertanken zu vermeiden. Außerdem hat der Doppelboden und die Möglichkeit das Fahrerhaus abzuschotten uns dabei geholfen Gas zu sparen und somit bares Geld. Nach ca. 1.5 Wochen war die Flasche immer noch nicht leer.

So das waren 1522 Worte zur Vorauswahl und ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Gedankengänge geben. Ich freue mich schon sehr darauf den nächsten Beitrag zu schreiben und ich wünsche euch bis dahin frohes Campen.

Hier geht es zum nächsten Teil.

Ich kauf mir ein Wohnmobil. Technische Aspekte.

Teil 2 der Reihe: Ich kauf mir ein Wohnmobil.

Im letzten Beitrag haben wir gemeinsam herausgefunden mit wie vielen Personen, wir wohin fahren. In diesem Teil möchte ich auf die technischen Aspekte unserer Wünsche eingehen. Wenn du neu auf der Seite bist lies zuerst das Vorwort zu dieser Reihe.

Zusammenfassung

Ich bin auf der Suche nach einem Wohnmobil mit vier Schlafplätzen. Es sollte gut isoliert sein und eine gewisse Winterfestigkeit mitbringen. Außerdem sollte es die 3,5t nicht übersteigen und nicht länger als 6m sein.

Isolation

Es ist kein Geheimnis. Die meisten Wohnmobile bestehen aus einer verstärkten Schaumkombination. Entweder ist der Schaumstoff mit GFK oder mit Aluminium verstärkt. Aluminium ist sehr leicht und widerstandsfähig, aber auch relativ empfindlich und teuer. GFK hingegen ist sehr günstig und ausreichend stabil. Es ist leider sehr porös und neigt eher zum Brechen als zum Verformen. Allerdings lässt sich GFK kostengünstig reparieren. Um ein Wohnmobil sehr robust zu bauen, neigen die namenhaften Firmen dazu, die Außenhaut mit Aluminium zu verstärken und die Innenhaut sowie das Dach mit GFK. Ein Dach aus GFK bietet nicht nur geringere Produktionskosten, sondern schützt das Wohnmobil außerdem vor Hagelschäden und das wiederum lässt die Versicherungsbeitrag sinken. Eine Schaumstoffisolation hilf im Sommer und im Winter, aber ich glaube nicht, dass ich das weiter ausführen muss.

Winterfestigkeit

Lasst euch nicht täuschen. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen winterfest und wintertauglich. Einen kurzen Überblick möchte ich euch verschaffen und habe daher einige Punkte aus den Systemprüfuneng für euch zusammengetragen. DIN NORMEN EN 1645-1 bzw. EN 1646-1 Prüfstufe II und III. Quelle: Hymer

  1. Wintertauglich: Das Testfahrzeug wird über mindestens zehn Stunden, mit geöffneten Fenstern, auf 0 °C heruntergekühlt. Es werden 6 Messpunkte im Fahrzeug verteilt, wobei einer zentral positioniert ist und ca. einen Meter über den Boden im Wohnbereich hängt. Jetzt gilt es den Wohnraum so schnell wie möglich auf die Temperatur + 20 °C zu erwärmen. Dieser Vorgang darf nicht länger als 2 Stunden dauern und die Differenz aller Messpunkte darf nicht mehr als 7°C betragen.
  2. Winterfest: Das Testfahrzeug wird über mindestens zehn Stunden, mit geöffneten Fenstern, auf – 15 °C heruntergekühlt. Es werden 6 Messpunkte im Fahrzeug verteil,t wobei einer zentral positioniert ist und ca. einen Meter über den Boden im Wohnbereich hängt. Jetzt gilt es den Wohnraum so schnell wie möglich auf die Temperatur + 20 °C zu erwärmen. Dieser Vorgang darf nicht länger als 4 Stunden dauern und die Differenz aller Messpunkte darf nicht mehr als 7°C betragen. Nach einer Stunde Stabilisierungszeit, während der das Testfahrzeug von der Heizung auf + 20 °C Innentemperatur gehalten wird, werden die Wassertanks befüllt und nach einer weiteren Stunden wird geprüft ob alle Wasserleitungen/ Wasserhähne funktionieren.

Da ist ja ein gewaltiger Unterschied! Die Wintertauglichkeit besagt eigentlich nur, dass dass Wohnmobil es schafft, den Wohnraum zu erwärmen. Bei den winterfesten Fahrzeugen hingegen, wird das Fahrzeug noch bei – 15 °C warm und wir können noch das Wassersystem nutzen, um z.B. nach einem anstrengenden Skitag zu duschen. Diese Eigenschaft wird erreicht, indem das Wassersystem in einem Doppelboden eingebaut wird. Dieser Doppelboden ist beheizt und garantiert mir, dass die Wasserleitungen und die Wassertanks nicht einfrieren. Übrigens, der Abwassertank/ Grauwassertank bzw. das Wasser dort drin, lässt sich in flüssiger Form besser Ablassen.

3,5t und 6m Länge

3,5t bei 6m Länge sind mehr als realistisch. Wir wollen auch Reisegepäck mitnehmen und daher benötigen wir auch ein wenig Zuladung. Im Bereich der 6m sind wir bei ca. 600kg. Umso größer die Fahrzeuge werden, desto kleiner die Zuladung und diese sinkt exponentiell. Bei den aktuellen Eura Mobil Alkoven sind es bei 1m mehr als 300kg weniger Zuladung. Die Masse in fahrbereitem Zustand beträgt beim Terrestra 6m -2850kg und beim 7m -3100kg. Reichen dir 400kg? Und das sind die Vorgaben des Herstellers. Lieber mal auf die Waage!

Weiter geht’s im nächsten Teil – Vorauswahl ->

Ich kauf mir ein Wohnmobil. Anforderungen an das Wohnmobil.

Teil 1 der Reihe: Ich kauf mir ein Wohnmobil.

Es ist wirklich wichtig, bevor man losgeht, sich Gedanken darüber zu machen was genau dein Wohnmobil alles leisten soll. Fangen wir doch mit den offensichtlichsten Dingen an. Mh, hast du mein Vorwort gelesen?

Wie viele Personen werden gleichzeitig mit dem Wohnmobil verreisen?

Worauf ich hinaus will…es ist mir schon öfter zu Ohren gekommen, dass mit einer Anzahl X die eventuell irgendwann mal mitfahren würde, gerechnet wird. Das ist in meinen Augen Blödsinn. Auschlaggebend für die richtige Wahl des Fahrzeuges ist die tatsächliche Zahl an Mitreisenden. Es bringt dir nichts, wenn du jahrelang ein festes Bett durch Europa fährst und auf kostbaren Platz verzichtest bzw. zusätzliches Gewicht in Kauf nimmst. Zwei Dinge können wir nach dem Kauf nicht mehr ändern. Die Raumaufteilung und die Größe. Kinderwagen? Deshalb ist es wichtig von vornherein klar zu definieren, wie viele Personen wirklich mitreisen. Als Beispiel: Wir haben uns Gedanken darüber gemacht und für uns festgelegt, dass es vier Personen sind. Meine Frau, meine Tochter und ich. Zusätzlich waren wir uns darüber im Klaren, dass in den nächsten Jahren ein weiteres Kind dazu kommen soll, daher vier. Wir hätten aber auch mit Fünf Personen rechnen können. Es könnte ja sein, dass es Zwillinge werden. Oder Drillinge! Das ist genau was ich meine. Natürlich ist ein kleines Risiko immer vorhanden, aber zur Not könnte ein weiteres Kind auf dem umgebauten Esstisch schlafen.

Welche Urlaubsziele sind geplant?

Für mich einer der wichtigsten Kriterien. Bevor wir uns überhaupt Gedanken darüber machen welcher Aufbau es werden soll, sollten wir wissen wohin die Reise geht. Meines Erachtens macht es keinen Sinn über ein 10m LKW mit Schlafcontainer  zu sprechen, wenn Städtereisen klar priorisiert werden. Auch ein Camper macht wenig Sinn, wenn ich regelmäßig Winterurlaub betreibe. Unsere Ziele sind: Sommerurlaube im Süden, Winterurlaube und Städtereisen. Alle drei Anforderungen zu erfüllen ist nicht leicht, daher hat unsere Suche länger gedauert. Für die Sommer-/ Winterurlaube ist eine gute Isolation ausgesprochen wichtig. Außerdem sind die Kosten für die Fähren, um auf die wunderschönen europäischen Inseln zu gelangen, über 6m länge mit ca. 30% Aufpreis wesentlich teurer.  Im Winter kommt noch die Schwierigkeit hinzu,  dass das Frischwasser sowie das Grauwasser vor dem Gefrieren geschützt werden müssen.

Führerschein

Vor 1999 wurden Führerscheine in 5 Klassen unterteilt. Mit der Klasse 3 (PKW-Führerschein) durfte man Fahrzeuge bis 7,5t fahren. Seit 1999 gelten jedoch die Europäischen Führerscheinklassen A,B, BE, C, CE und D. Und mit der Klasse B dürfen Fahrzeug nur noch bin 3,5t bewegt werden. Die alten Hasen unter uns haben Glück und die Jungen müssen aufpassen. Die meisten Fahrzeuge werden mit 3,5t angeboten. Je nach Größe und Ausstattung kann jedoch die Zuladung auf wenige 100kg sinken. Daher ist auf die Zuladung ein Auge zu werfen. Die alten Hasen dürfen / können ihre Fahrzeuge auflasten lassen. Das bringt mehr Puffer bei der Zuladung. Aber Obacht! Die Auflastung bringt unter anderem auch eine jährliche HU-Prüfung mit sich. Außerdem werden in den meisten EU-Ländern Fahrzeuge ab 3,5t mit einem besonderem Maut-Satz beglückt.

Weiter geht´s im nächsten Teil!

 

Sony Alpha 6000 oder Canon EOS 70D oder Nikon D7200

Übersicht verschaffen

Die Entscheidung war gefallen. Die gute alte Lumix FZ200 habe ich verkauft und die Entscheidung die nun zu fällen war nicht einfacher. Jeder der vor diesem Problem stand kennt das. Gesucht wird eine Kamera auf einem unfassbar großem Markt. Da helfen dir auch keine Foren und Fachzeitschriften. Nein, die machen es nur schwieriger. Die Nikon Fraktion schwört auf die Nikon, die Canon Fraktion auf die Canon und Fachzeitschriften auf den der mehr bezahlt. Spritzwassergeschütze Gehäuse, Dynamikumfang, LowLight Performance, Schnellster Fokus aller Zeiten und was alles nicht angepriesen wird. Für mich allerdings eine Sache klar. Die Objektive. Auf meiner Wunschliste stand: 1x Standart Zoom 1x 50mm 1x Weitwinkel.

Sony Alpha 6000

Eigentlich stand es schon fest. Ich war auch kurz davor die Sony Alpha 6000 zukaufen. Aber nach einer weiteren schlaflosen Nacht stand ich wieder am Anfang. Warum? Der Preis. Der spinnt werdet ihr sagen. Für ca 600€ ist sie doch deutlich günstiger als die Alternativen. Ja, aber nur auf dem ersten Blick. Die Alpha 6000 wird im Kit mit einem 16-50mm Pancake verkauft. Und das soll wirklich miserabel sein. Da sind sich ausnahmsweise die „Experten“ einig. Also! Alternative? 18-55mm das ein müh besser ist oder das Zeiss 16-70 bei dem die Meinung stark geteilt ist. Und ja, 770€ für das Zeiss sind auch nicht gerade das Kaufargument schlechthin.

Also, lasst uns Rechnen: Body 583€, 16-70 777€, 50mm 249€, 10-18 679€ = 2306€ – Stand 02/2016

Canon EOS 70D

Dann halt die EOS 70D. Gegen die 70D habe ich eigentlich keine gegen Argumente gefunden. Vor allem ihr Klapp-Display mit Touch Funktion ist klasse. WiFi und alles drum und dran. Klasse Apparat. Im Vergleich zur D7200 ist sie etwas schwächer in der Bildqualität, dem Rauschverhalten und dem Dynamikumfang. Aber hier reden wir von keinen großen Unterschieden. Unschlagbar ist sie beim Video AF.

Rechnung: Body 833€, Sigma 17-70 419€, Sigma 10-20 415€, 50mm 120€= 1787€ – Stand 02/2016

Nikon D7200

Na gut, jetzt aber! Die Nikon D7200 gefällt mir, von der ersten Sekunde an, richtig gut. Sie liegt (für mich) besser in der Hand als die Canon. Desweiterem gefällt mir das Konzept mit den vielen Knöpfen. Ich kann wirklich (fast) alles ändern ohne ins Menü zu müssen. Außerdem ist die Nikon gegenüber der Canon Spritzwasser geschützt undnd Nikon´s Sensor ist nicht nur neuer sondern bietet eine krassen Dynamikumfang. WiFi, ja aber eine sch… App. Also unbrauchbar.

Rechnung: Body 879€, Sigma 17-70 399€, Sigma 10-20 430€, 50mm 229€=1955€ – Stand 02/2016

Fazit

Zum Abschluss. Ich habe mich extra nicht hingesetzt und jedes kleine Detail erläutert. Die drei Konkurrenten sind Ebenbürtig und man kann mit allen dreien wunderbare Fotos machen. Am ende des Tages entscheidet jeder für sich selber. Eins noch. Die DSLR´s sind im vergleich zur Sony wirklich schwer.Wer also ein kleine Kompakte haben möchte… ist mit der Sony gut bedient. Jedoch sollte man sich bewusst sein, wer eine Sony hat gibt viel Geld für Objektive aus und Gebrauchte bekommt man nicht wesentlich günstiger.

Wohnmobil kaufen. Wie finde ich das perfekte Wohnmobil.

Wohnmobil kaufen.

Diesen Beitrag habe ich mindestens 10 mal angefangen und wieder abgebrochen. Es ist einfach zu umfangreich, um es in einem Beitrag zusammenzufassen. Deshalb wird es mehrere Teile geben, um wirklich jeden Aspekt ausführlich zu besprechen. Das Ziel ist es anhand meiner Erfahrung, die Pro und Kontras aufzuzeigen.  „Wohnmobil kaufen. Wie finde ich das perfekte Wohnmobil.“ weiterlesen

Kaplun Artists

Kaplun Artists

Was bedeutet das? Ich glaube, um das zu erklären muss ich weiter ausholen. Ich fange mal bei Pavel an. Erst wenn der Background klar ist, versteht man den Begriff Kaplun Artists.

Pavel Kaplun

Pavel ist ein deutsch-russischer Künstler, der 1991 mit seiner Frau nach Deutschland kam. Seit 1992 beschäftigte sich Pavel mit der Malerei und das sieht man heute noch an seinen Werken. Ich sehe Pavel eher als Künstler und weniger als Fotograf. Keine Frage, Pavel beherrscht die Fotografie wie kein anderer, aber an seinen Werken ist oftmals ein unverwechselbarer Touch zu sehen, den er seiner Malerei zu verdanken hat. Seit 1999 ist Pavel als Fotokünstler unterwegs und mit Hilfe von Photoshop zaubert er traumhafte Werke, die auch international gewürdigt wurden.

  • DOCMA Award (Deutschland)
  • Trierenberger Circuit (Österreich)
  • Al-Thani Award (Katar)
  • Zahlreiche Preise der Zeitschrift ColorFoto (Deutschland)                                                                                                    Quelle: Wikipedia

Seit 2005 ist Pavel auch als Fachbuchautor und Videotrainer tätig. Photoshop, Composing und das richtige Fotografieren werden hier gelehrt. Es gibt unzählige Trainings von Pavel, die allesamt mehr als nur zu empfehlen sind.

Kaplun Artists

Mit 243 Videos und 50.000 Abonnenten ist Pavel einer der größten, deutschsprachigen Fotografie-YouTuber, den man so findet. Er lernt viele Menschen während seiner Seminare kennen und sieht auch die großartige Arbeit, die dabei entstehen. Nun, Pavel ist ein alter Hase in dem Geschäft und es ist ihm bewusst, dass der Einstieg in die Fotobranche für die unbekannten Talente ziemlich schwer wird. Deshalb bietet er eine Plattform, um genau diesen talentierten Personen die Möglichkeit zu geben, ihren Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Kaplun Artists ist geboren.

Ich bin einer der Kaplun Artists

Am 02.01.2016 veröffentlichte Pavel ein Video, in dem er sein Konzept „Kaplun Artists“ vorstellte. An diesem Tag schickte ich auch meine Bewerbung los, jedoch ohne größere Hoffnung. Ich stehe am Anfang der Fotografie und ich dachte das die Chance auf eine Zusage eher klein wäre. Ich wurde Gott sei Dank eines besseren belehrt und darf ab heute den Titel Kaplun Artist tragen. Danke Pavel.

Was bringt mir der Titel Kaplun Artists

Neben der kostenlosen Bereitstellung von Sony/Nikon Profi-Equipments, ein festes Gehalt von 5000€ netto, damit ich mich nur noch auf die Fotografie konzentrieren kann. Nein Spaß. Als Kaplun Artist hat man die Möglichkeit an verschiedensten Veranstaltungen teilzunehmen. Als Beispiel konnte man diesen Monat Pavel auf der Messe „ABF“ in Hannover unterstützen. Das Fotografieren und die Composings wurden von den Kaplun Artists übernommen, die damit echten Messebetrieb schnuppern durften. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.

Übrigens, das Foto hat Patrik Werres gemacht. Danke dafür. 

 

Grabner Happy Cat Evolution 

Schönes Wochenende

Nachdem ich mein Bodensee-Patent als Schein erhalten habe und die Vorhersage für das letzte Wochenende vielversprechend aussah, entschieden wir uns kurzerhand, das Wochenende am Bodensee zu verbringen. „Grabner Happy Cat Evolution “ weiterlesen

Das Ende vom Anfang…. Den Einstieg erfolgreich gemeistert

Ich verbrachte eine tolle Woche am Bodensee, um das Segeln von der Pike auf zu lernen. Die Theorie konnte ich via Portal erfolgreich lernen, um jedoch aufs Wasser zu gelangen benötigt man einen Segellehrer. „Das Ende vom Anfang…. Den Einstieg erfolgreich gemeistert“ weiterlesen